Bio-Urne für Erde, Wald oder Wasser: Darauf kommt es an

Bio-Urne für Erde, Wald oder Wasser: Darauf kommt es an

Bio-Urne für Erde, Wald oder Wasser: Darauf kommt es an

Welche Bio-Urne zu Ihrer Situation passt, hängt vor allem von der geplanten Bestattungsform ab. Soll die Urne in der Erde beigesetzt werden, gelten andere Anforderungen als bei einer Baumbestattung oder einer Beisetzung auf dem Wasser. Deshalb ist es sinnvoll, zunächst Ort und Form der Beisetzung zu klären und erst danach innerhalb der biologisch abbaubaren Urnen nach Material, Größe und Gestaltung auszuwählen.

Kurz gesagt: Für Erde wählen Sie eine dafür geeignete biologisch abbaubare Urne, für einen Bestattungswald ein vom Betreiber akzeptiertes Modell und für eine Seebestattung eine speziell für Wasser vorgesehene Seeurne. Soll die Asche dagegen verstreut werden, ist häufig keine klassische Bio-Urne, sondern ein Ascheverstreuer die passende Lösung.

Erst Bestattungsform wählen, dann die Bio-Urne

Bei einer biologisch abbaubaren Urne sollte nicht das Material die erste Entscheidung sein. Entscheidend ist, was mit der Asche geschehen soll. Eine Urne kann aus einem natürlichen Material bestehen und trotzdem für den geplanten Beisetzungsort ungeeignet sein.

Wenn noch nicht feststeht, wo die Urne beigesetzt werden soll, bietet die Übersicht zu den Möglichkeiten der Urnenbeisetzung eine gute erste Orientierung. Anschließend lässt sich gezielter beurteilen, welche Eigenschaften die Urne tatsächlich benötigt.

Geplante Verwendung Passende Lösung Darauf besonders achten
Beisetzung in der Erde Bio-Urne für Erdbeisetzung Material, Verarbeitung und Vorgaben des Friedhofs
Bestattungswald oder Naturbestattungsanlage Zugelassene biologisch abbaubare Urne Materialanforderungen des jeweiligen Betreibers
Seebestattung Geeignete Seeurne Wasserlöslichkeit und Vorgaben des Seebestatters
Flussbestattung in Rheinland-Pfalz Urne aus sofort wasserlöslicher Zellulose Besondere gesetzliche Anforderungen und Durchführung durch einen Bestatter
Asche verstreuen Ascheverstreuer oder Streuurne Zulässigkeit am geplanten Ort
Spezielle Baumurne mit neuer Pflanze Baumurne Aufbau, Wurzelbereich, Aschemenge und zulässiger Standort

Was bedeutet biologisch abbaubar bei einer Urne?

Biologisch abbaubar bedeutet, dass sich das verwendete Material unter geeigneten Bedingungen durch natürliche Prozesse abbauen oder auflösen kann. Wie schnell das geschieht, lässt sich jedoch nicht für alle Bio-Urnen gleichermaßen angeben.

Materialzusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Verarbeitung beeinflussen den Abbau. Eine für die Erde entwickelte Urne kann sich deshalb völlig anders verhalten als eine wasserlösliche Seeurne.

Auch Begriffe wie natürlich, biobasiert und biologisch abbaubar sollten nicht miteinander gleichgesetzt werden. Entscheidend ist das komplette Produkt. Neben dem Grundmaterial können auch Bindemittel, Lacke, Beschichtungen, Dekorationen, Verschlüsse oder eine Innenkapsel eine Rolle spielen.

Wenn Sie Wert auf nachvollziehbare Materialangaben legen, können Produkte mit dokumentierter Materialprüfung zusätzliche Orientierung bieten, zum Beispiel eine Naturstoffurne mit Zertifikat.

Wichtig: Natürlich bedeutet nicht automatisch biologisch abbaubar. Auch eine Urne aus Holz, Bambus oder einem mineralischen Material sollte deshalb danach beurteilt werden, wie das gesamte Produkt verarbeitet wurde und für welche Bestattungsform es vorgesehen ist.

Welche Bio-Urne eignet sich für die Erde?

Für eine Beisetzung in der Erde wählen Sie eine Urne, die ausdrücklich für diesen Zweck vorgesehen ist. Je nach Produkt kommen beispielsweise Naturfasern, Lignin, Zellulose, Bambus, unbehandeltes Holz oder andere abbaubare Materialien infrage.

Wichtig ist nicht, dass die Urne möglichst schnell zerfällt. Während Trauerfeier, Transport und Beisetzung muss sie zunächst ausreichend stabil bleiben. Der spätere Abbau beginnt abhängig vom Material und von den Bedingungen im Boden.

Prüfen Sie außerdem, ob eine Aschekapsel verwendet wird und welche Anforderungen der Friedhof an die Überurne stellt. Die örtlichen Vorgaben können für die praktische Auswahl wichtiger sein als eine allgemeine Materialbeschreibung im Onlineshop.

Praktische Reihenfolge: Legen Sie zuerst Friedhof oder Beisetzungsort fest. Fragen Sie dort nach Material- und Größenanforderungen. Wählen Sie anschließend die passende Bio-Urne. So vermeiden Sie, dass ein ausgewähltes Modell am gewünschten Ort nicht verwendet werden kann.

Welche Urne eignet sich für einen Bestattungswald?

Bei einer Baumbestattung in einem Bestattungswald wird die Urne an einer dafür vorgesehenen Grabstelle bei einem bestehenden Baum beigesetzt. Dafür werden häufig biologisch abbaubare Urnen verwendet. Welche Materialien tatsächlich zugelassen sind, bestimmt jedoch der jeweilige Betreiber.

Ein Bestattungswald ist nicht mit einem beliebigen Waldstück gleichzusetzen. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich handelt es sich bei entsprechenden Angeboten um dafür vorgesehene und zugelassene Bestattungsflächen.

Vor dem Kauf sollten Sie daher beim Betreiber nachfragen, ob beispielsweise Naturstoff, Holz, Bambus oder ein anderes Material akzeptiert wird und ob besondere Anforderungen an die Aschekapsel bestehen.

Auch hier gilt: Nicht die schnellste Zersetzung macht eine Urne automatisch geeigneter. Wichtiger ist, dass die Urne die Bedingungen des Bestattungsortes erfüllt und für diese Form der Beisetzung konstruiert wurde.

Baumbestattung und Baumurne sind nicht dasselbe

Eine klassische Baumbestattung findet an einem bereits vorhandenen Baum in einem Bestattungswald oder auf einer entsprechenden Friedhofsfläche statt. Eine spezielle Baumurne verfolgt dagegen ein anderes Konzept: Sie verbindet die Asche mit einem neu gepflanzten Baum, Setzling oder einer anderen Pflanze.

Bei solchen Systemen ist wichtig, wie die cremierte Asche im Verhältnis zu den jungen Wurzeln angeordnet wird. Kremationsasche enthält viele mineralische Bestandteile und ist stark alkalisch. Eine hohe Konzentration unmittelbar an jungen Wurzeln kann deshalb ungünstig für das Wachstum sein.

Bei einer geeigneten Baumurne können Asche, Substrat und Wurzelbereich so angeordnet sein, dass die junge Pflanze nicht sofort direkt mit der gesamten Aschemenge in Kontakt kommt. Wer sich für diese Form interessiert, findet weitere Informationen im Beitrag über die Bios-Baumurne.

Prüfen Sie dabei immer auch den geplanten Standort. Dass eine Baumurne biologisch abbaubar ist, bedeutet nicht automatisch, dass menschliche Asche an jedem gewünschten Ort beigesetzt werden darf.

Welche Bio-Urne eignet sich für eine Seebestattung?

Für eine Seebestattung wird eine speziell dafür vorgesehene Seeurne benötigt. Eine Bio-Urne für die Erde ist nicht automatisch auch für das Wasser geeignet.

Seeurnen können aus wasserlöslichen oder im Wasser zerfallenden Materialien hergestellt werden. Dazu gehören je nach Ausführung beispielsweise Salz, Sand, wasserlösliche Zellulose oder andere dafür entwickelte Materialien. Entscheidend ist, dass das konkrete Modell den Anforderungen der geplanten Seebestattung entspricht.

Auf dem Wasser sichtbar

Einige Seeurnen bleiben zunächst für eine gewisse Zeit sichtbar, bevor sie sinken oder sich weiter auflösen. Dieses Verhalten kann Teil der Abschiedszeremonie sein.

Kontrolliert absinken

Andere Urnen nehmen Wasser auf und sinken anschließend. Wie schnell dies geschieht, hängt von Material und Konstruktion des jeweiligen Modells ab.

Für Wasser entwickelt

Eine ausdrücklich als Seeurne angebotene Urne ist für diese Anwendung konstruiert. Eine gewöhnliche Erdurne sollte nicht ohne entsprechende Eignung verwendet werden.

Ein Beispiel ist eine biologisch abbaubare Seeurne, die speziell für die Verwendung auf dem Wasser entwickelt wurde. Wenn Ihnen wichtig ist, wie die Urne während der Zeremonie auf dem Wasser reagiert, sollten Sie deshalb nicht nur auf das Material, sondern auch auf die konkrete Produktbeschreibung achten.

Mehr über Ablauf und praktische Überlegungen finden Sie im Ratgeber zur Seebestattung.

Flussbestattung in Rheinland-Pfalz: besondere Anforderungen an die Urne

Eine Flussbestattung in Rheinland-Pfalz ist nicht einfach dasselbe wie eine klassische Seebestattung. Durch die dortige Neuregelung des Bestattungsrechts ist eine Flussbestattung unter bestimmten Voraussetzungen im Rhein, in der Mosel, der Saar und der Lahn möglich, soweit sich der betreffende Gewässerabschnitt auf dem Gebiet von Rheinland-Pfalz befindet.

Für die Auswahl der Urne ist dabei ein Detail besonders wichtig: Vorgesehen ist eine Ascheurne aus sofort wasserlöslicher Zellulose. Eine allgemein als biologisch abbaubar oder wassergeeignet bezeichnete Urne erfüllt diese konkrete Anforderung daher nicht automatisch.

Die Flussbestattung erfolgt vom Schiff aus und muss von einem Bestattungsunternehmen durchgeführt werden. Das freie Verstreuen der Asche vom Schiff ist dabei keine Alternative zur vorgeschriebenen Form der Flussbestattung.

Für Rheinland-Pfalz wichtig: Kaufen Sie für eine geplante Flussbestattung nicht allein aufgrund der Bezeichnung „Bio-Urne“ oder „Seeurne“. Stimmen Sie das konkrete Modell vorher mit dem ausführenden Bestattungsunternehmen ab.

Seeurne oder Ascheverstreuer: ein wichtiger Unterschied

Eine Seeurne wird zusammen mit der Asche dem Wasser übergeben. Ein Ascheverstreuer hat eine andere Aufgabe: Er dient dazu, die Asche kontrolliert aus einem Behälter zu verstreuen.

Damit gehört ein Ascheverstreuer streng genommen nicht zu den verschiedenen Arten von Bio-Urnen für eine Beisetzung. Er ist vielmehr ein Hilfsmittel für eine andere Form des Umgangs mit der Asche.

Auch rechtlich sollte diese Unterscheidung beachtet werden. Nur weil sich ein Ascheverstreuer dafür eignet, Asche kontrolliert auszubringen, bedeutet dies nicht, dass das Verstreuen am gewünschten Ort erlaubt ist. Die Möglichkeiten unterscheiden sich insbesondere in Deutschland nach Bundesland.

Wenn eine Ascheverstreuung am vorgesehenen Ort zulässig ist, finden Sie dafür separate Ascheverstreuer und Streuurnen.

Was gilt für Bio-Urnen in Deutschland?

In Deutschland wird das Bestattungsrecht von den Bundesländern geregelt. Deshalb sollte eine Aussage wie „Das ist in Deutschland erlaubt“ oder „Das ist in Deutschland verboten“ bei besonderen Formen der Aschebeisetzung immer mit Vorsicht betrachtet werden.

Für klassische Friedhofs-, Wald- und Seebestattungen sind vor allem die Vorgaben des Bundeslandes, des Friedhofsträgers, des Bestattungswaldes oder des ausführenden Bestatters wichtig. Besondere Wünsche, etwa eine private Aufbewahrung, eine Beisetzung auf privatem Grund oder das Verstreuen der Asche, müssen regional geprüft werden.

Rheinland-Pfalz ist hierfür ein aktuelles Beispiel. Dort wurden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, darunter unter bestimmten Voraussetzungen die private Aufbewahrung einer Ascheurne, die Ausbringung von Asche außerhalb eines Friedhofs und die bereits beschriebene Flussbestattung.

Wenn Sie eine Beisetzung auf dem eigenen Grundstück erwägen, lesen Sie zusätzlich die Informationen zur Urne im eigenen Garten. Entscheidend ist, zuerst die rechtliche Möglichkeit zu klären und erst danach eine dafür geeignete Urne auszuwählen.

Was gilt in Österreich?

Auch in Österreich gelten nicht in allen Bundesländern dieselben Regeln. Für die Auswahl einer Bio-Urne können sich daraus konkrete Unterschiede ergeben.

In Niederösterreich ist beispielsweise für die Beisetzung der Asche in einer Erdgrabstelle auf einem Friedhof, in einer Naturbestattungsanlage oder in einem Gewässer ein Behältnis aus verrottbarem Material vorgesehen. Soll eine Urne außerhalb eines Friedhofs oder einer Naturbestattungsanlage beigesetzt oder aufbewahrt werden, ist dort grundsätzlich eine Bewilligung der zuständigen Gemeinde erforderlich.

Wien kennt wiederum ein eigenes Verfahren, über das unter bestimmten Voraussetzungen die Aufbewahrung einer Urne zu Hause oder eine private Begräbnisstätte beantragt werden kann.

Für die praktische Auswahl bedeutet dies: Orientieren Sie sich nicht allein an der allgemeinen Bezeichnung Bio-Urne. Prüfen Sie das österreichische Bundesland, die konkrete Bestattungsform und gegebenenfalls die Vorgaben der Gemeinde oder Bestattungsanlage.

Wie groß sollte eine Bio-Urne sein?

Für die vollständige Asche eines Erwachsenen sind etwa 3 bis 3,5 Liter Fassungsvermögen eine praktische Orientierung. Die tatsächliche Aschemenge kann jedoch variieren. Deshalb ist nicht die äußere Größe der Urne entscheidend, sondern das nutzbare Innenvolumen.

Gerade bei ungewöhnlich geformten Bio-Urnen, Seeurnen und Baumurnen lohnt sich eine genaue Kontrolle. Die ausführliche Hilfe zur richtigen Urnengröße zeigt, welches Volumen für unterschiedliche Situationen sinnvoll ist.

Wenn Sie noch nicht wissen, welche Aschemenge nach einer Kremation ungefähr vorhanden ist, finden Sie dazu ergänzende Informationen unter Wie viel Asche bleibt nach der Einäscherung übrig?.

Wie wird eine biologisch abbaubare Urne befüllt?

Die Art der Befüllung ist vom jeweiligen Modell abhängig. Manche Urnen nehmen eine vorhandene Aschekapsel auf, andere werden mit einem separaten Aschebeutel geliefert oder direkt befüllt.

Bei einer Bio-Urne sollte zusätzlich darauf geachtet werden, ob die Innenverpackung zur geplanten Beisetzung passt. Eine nicht abbaubare Innenkomponente kann problematisch sein, wenn der Bestattungsort eine vollständig verrottbare Lösung verlangt.

Welche Möglichkeiten es beim Befüllen und Verschließen gibt, erklären wir Schritt für Schritt unter Urne befüllen und verschließen.

Ist eine Bio-Urne automatisch die nachhaltigste Wahl?

Nein. Biologische Abbaubarkeit ist eine konkrete Produkteigenschaft, aber keine vollständige Bewertung der Umweltwirkung einer Urne.

Auch Rohstoffe, Herstellung, Transport, Verpackung, Beschichtungen und der spätere Beisetzungsort spielen eine Rolle. Deshalb sind konkrete Angaben zu Material und Verwendung hilfreicher als pauschale Begriffe wie grün oder umweltfreundlich.

Eine nachvollziehbar zusammengesetzte Urne, die genau zur geplanten Bestattungsform passt, bietet für die Auswahl mehr Sicherheit als ein Produkt, dessen Nachhaltigkeitsversprechen nicht näher erläutert wird.

Checkliste: Diese Fragen sollten Sie vor der Auswahl klären

Mit einigen konkreten Fragen können Sie die Auswahl deutlich eingrenzen:

  • In welchem Land und, falls relevant, in welchem Bundesland soll die Beisetzung stattfinden?
  • Ist eine Beisetzung in der Erde, im Bestattungswald oder auf dem Wasser geplant?
  • Ist die gewünschte Bestattungsform am vorgesehenen Ort zulässig?
  • Welche Materialanforderungen stellt der Friedhof, Betreiber oder Bestatter?
  • Muss die vollständige Asche in die Urne passen?
  • Ist eine Aschekapsel vorgesehen oder vorgeschrieben?
  • Ist das konkrete Urnenmodell ausdrücklich für Erde oder Wasser bestimmt?
  • Enthält die Urne nicht abbaubare Beschichtungen, Dekorationen oder Innenbestandteile?
  • Muss die Urne vor der Beisetzung noch längere Zeit gelagert werden?
  • Bei einer Wasserbestattung: Welche konkreten Anforderungen gelten für die Urne?

Mit dieser Reihenfolge wird die Auswahl übersichtlicher. Erst wenn die funktionalen und rechtlichen Fragen geklärt sind, werden Form, Farbe und Gestaltung zum entscheidenden Auswahlkriterium.

Häufige Fragen zu Bio-Urnen für Erde, Wald und Wasser

Kann jede Bio-Urne in der Erde beigesetzt werden?

Nein. Prüfen Sie, ob die Urne für eine Erdbeisetzung vorgesehen ist und ob sie den Anforderungen des konkreten Friedhofs oder Bestattungsortes entspricht.

Welche Urne brauche ich für einen Bestattungswald?

In der Regel benötigen Sie eine biologisch abbaubare Urne, die vom jeweiligen Betreiber akzeptiert wird. Die konkreten Materialvorgaben sollten vor dem Kauf direkt beim Bestattungswald geklärt werden.

Ist eine Baumurne dasselbe wie eine Urne für eine Baumbestattung?

Nein. Bei einer Baumbestattung wird eine geeignete Urne bei einem bestehenden Baum beigesetzt. Eine spezielle Baumurne kann dagegen für die Kombination mit einem neu gepflanzten Baum oder einer Pflanze konzipiert sein.

Kann jede biologisch abbaubare Urne als Seeurne verwendet werden?

Nein. Für eine Seebestattung sollte eine speziell für Wasser geeignete Urne verwendet werden. Eine Bio-Urne für die Erde kann sich im Wasser anders verhalten und muss nicht den Anforderungen einer Seebestattung entsprechen.

Welche Urne ist für eine Flussbestattung in Rheinland-Pfalz erforderlich?

Für die dort gesetzlich geregelte Flussbestattung ist eine Ascheurne aus sofort wasserlöslicher Zellulose vorgesehen. Stimmen Sie das konkrete Modell vor der Auswahl mit dem ausführenden Bestattungsunternehmen ab.

Ist ein Ascheverstreuer eine Bio-Urne?

Nicht im eigentlichen Sinn. Ein Ascheverstreuer dient dazu, Asche kontrolliert auszubringen. Eine Bio-Urne ist dagegen in erster Linie ein Behältnis für die Beisetzung der Asche.

Darf eine Bio-Urne im eigenen Garten beigesetzt werden?

Das lässt sich weder für ganz Deutschland noch für ganz Österreich pauschal beantworten. Die Vorschriften unterscheiden sich regional. Klären Sie deshalb zuerst den vorgesehenen Ort und die dort geltenden Regeln.

Wie groß muss eine Bio-Urne für einen Erwachsenen sein?

Für die vollständige Asche eines Erwachsenen sind etwa 3 bis 3,5 Liter eine praktische Orientierung. Kontrollieren Sie jedoch immer die tatsächliche Aschemenge und das angegebene Fassungsvermögen der Urne.

Kann eine wasserlösliche Urne vor der Beisetzung aufbewahrt werden?

Viele Modelle können bis zur Beisetzung gelagert werden, müssen jedoch entsprechend den Produkthinweisen trocken aufbewahrt werden. Feuchtigkeit kann bei wasserlöslichen Materialien bereits vor der eigentlichen Beisetzung unerwünschte Veränderungen verursachen.

Die passende Bio-Urne beginnt mit dem richtigen Beisetzungsort

Bei der Auswahl einer biologisch abbaubaren Urne ist die Reihenfolge entscheidend. Klären Sie zuerst, wo und wie die Asche beigesetzt werden soll. Prüfen Sie danach die rechtlichen und örtlichen Anforderungen. Erst anschließend wählen Sie Material, Größe und Gestaltung der Urne.

Für die Erde benötigen Sie eine entsprechend geeignete Bio-Urne, im Bestattungswald müssen zusätzlich die Vorgaben des Betreibers berücksichtigt werden und für eine Seebestattung ist eine echte Seeurne erforderlich. Eine Flussbestattung kann wiederum eigene Materialanforderungen haben. Soll die Asche verstreut werden, handelt es sich um eine andere Form des Umgangs mit der Asche, bei der ein Ascheverstreuer sinnvoller sein kann.

So lässt sich die große Auswahl deutlich reduzieren: Nicht die Urne bestimmt die Bestattungsform, sondern die gewünschte und rechtlich mögliche Bestattungsform bestimmt, welche Urne tatsächlich passt.

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