Wo bewahren Sie die Urne auf?

Die übliche Variante ist die Bestattung der Urne auf einem Friedhof. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, eine Seebestattung oder etwa eine Baumbestattung zu wählen. Der Wunsch, den Angehörigen bei sich zu haben, die Urne mit nach Hause zu nehmen oder im eigenen Garten beizusetzen, wird ebenfalls häufig geäußert. In Deutschland ist Ihnen dieses Vorgehen in der Regel nicht erlaubt.

Falls Sie die Urne des Verstorbenen nicht auf einem Friedhof beisetzen wollen, haben Sie trotz des geltenden Friedhofszwangs in Deutschland weitere Möglichkeiten für eine Bestattung. Als Ausnahmen von dieser Regelung sind die Beisetzung der Asche in Form einer Seebestattung sowie auf einem Waldfriedhof, wie beispielsweise einem Friedwald oder RuheForst, zu nennen.

In z.B. der Schweiz handhaben die Bestattungsgesetze weniger strikt. Die Friedhofspflicht ist zum Teil abgeschafft. Dort darf die Asche des Verstorbenen in einigen Gebieten etwa in Form einer Almwiesenbestattung beigesetzt werden. Auch die Mitnahme der Urne für zu Hause ist dort möglich. Die Gesetze der Schweiz ermöglichen es für die Dauer der nötigen Trauerbewältigung, die Urne für zu Hause mitzunehmen, um einen Abschied zu ermöglichen. Die Dauer der Abschiednahme ist jedoch nicht festgelegt. Daher kann die Urne für unbestimmte Zeit zu Hause aufbewahrt werden. Auch Österreich und die Niederlande haben heute bereits weniger strikte Bestattungsgesetze, die Bestattungen außerhalb eines Friedhofes ermöglichen.

In Deutschland wird seit Jahren über eine mögliche Lockerung der Bestattungsgesetze diskutiert. Es wird dabei auch zunehmend der Wunsch nach einer Lockerung des Friedhofszwangs geäußert. Zudem wollen Angehörige immer häufiger in Ruhe Abschied nehmen, weshalb auch der Wunsch nach der Mitnahme der Urne für zu Hause immer öfter geäußert wird.

Einschränkungen in Deutschland
Im deutschen Bestattungsrecht ist die freie Verfügung über die Asche eines Verstorbenen nicht vorgesehen. Der Friedhofszwang verbietet es in Deutschland, die Asche eines Verstorbenen im Privatbereich zu verwahren. Dennoch steigt die Zahl der Menschen die eine freie Verfügung über die Totenasche wünschen in Deutschland stetig an.

*In Bremen darf die Asche seit dem 1. Januar 2015 durch die Vorlage einer Bestattungsverfügung mit Angabe des Beisetzungsorts und den Nachweis über die Bestimmung einer Person zur Totenfürsorge auf privaten Grundstücken und ausgewiesenen öffentlichen Flächen des Landes Bremen verstreut werden.

Immer mehr Menschen nehmen die Asche mit, um später eine gute Wahl treffen zu können. Als Hinterbliebener können Sie für die Aschebestimmung zwischen verschiedenen Varianten wählen. Die meisten Urnen und Mini-Urnen werden innen aufgestellt. Normalerweise zusammen mit einem Foto und einer Kerze. Auf diese Weise entsteht ein besonderes Denkmal. Es ist auch möglich.

Im Ausland hingegen sind die Möglichkeiten entsprechend größer, da es dort meistens nicht so strikte gesetzliche Auflagen gibt. Dort sind fast alle erdenklichen Orte für Naturbestattungen möglich. Seien es Wasserfälle, Berge, Flüsse, Seen, Meere, oder einfach nur die Luft, Sie sind bei der Beisetzung an keinen festen Platz gebunden.